Die Menschenrechte - Lesung und Austausch in der Alten Universität
Datum: | 04.06.2025, 18:00 Uhr |
Auftakt zur neuen Reihe 'Wueinspire' als Kooperation zwischen der Studierendenvertretung und der Uni Würzburg Community mit Alumna Professorin Angelika Nußberger am 4. Juni 2025 mit einer Lesung und anschließenden Diskussion.
Herzliche Einladung
Die Studierendenvertretung der JMU hat in Kooperation mit dem Community-Büro der Universität eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Namen ‚WueInspire‘ ins Leben gerufen. Die Idee ist es, mit Alumnae und Alumni der Universität eine InspiratorInnen-Gruppe für die Gemeinschaft der Uni Würzburg aufzubauen. Es sollen zweimal im Jahr Gespräche zu gesellschaftsrelevanten Themen stattfinden. Die SprecherInnen geben einen Impuls zu Ihrem Themengebiet und danach sind Fragen und Diskussion erwünscht. Moderiert werden die Gespräche von Studierenden aus den verschiedenen Fachschaften. Neben dem Fachlichen geht es auch darum, verschiedene Lebenswege aufzuzeigen und Denkanstöße für den persönlichen Weg der Studierenden zu geben.
Den Auftakt macht am Mittwoch, den 4. Juni 2025 um 18 Uhr Alumna Professorin Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger M.A, sie hat an der Universität Würzburg in den Rechtswissenschaften promoviert. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls für Verfassungsrecht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung an der Universität zu Köln. Sie war Richterin (2011 - 2019) und Vizepräsidentin (2017 - 2019) am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Professorin Nußberger liest aus ihrem neuesten Buch ‚Frei und gleich‘, in dem sie sich anhand verschiedener realer Fälle mit dem Thema Menschenrechte befasst. Das Thema, das alle betrifft, soll im Buch auch für alle Altersgruppen anschaulich dargestellt werden; deshalb beinhaltet das ein Buch neben Erzählungen auch Illustrationen.
Wir haben Professorin Nußberger auch noch zwei Fragen zu Ihrem neuen Buch gestellt:
Frau Prof. Nußberger, was war der Ausschlag für Ihr neues Buch ‚Frei und Gleich. Die Menschenrechte‘ zum jetzigen Zeitpunkt?
Menschenrechte sind Gegenstand einer Vielzahl von wissenschaftlicher Abhandlungen. Aber eigentlich sind die Menschenrechte – wie das Wort sagt – für die Menschen da. Jedem Gerichtsverfahren über eine mögliche Menschenrechtsverletzung liegt eine Geschichte zugrunde. Zumeist sind es sehr bewegende Geschichten, Geschichten von großen Enttäuschungen und Ungerechtigkeiten. Und oftmals ist es nicht so einfach, Antworten auf die Frage zu geben, ob und wie Gerechtigkeit wiederhergestellt werden kann. Das wollte ich zeigen, Ich wollte zum Nachdenken über die Menschenrechte anregen. Und sie zu den Menschen zurückbringen. Das große Glück war, dass Frau Rotraut Susanne Berner, die ich für eine großartige Illustratorin halte, bereit war, das Buch mit mir als „All-Age-Buch“, als ein Buch für alle, zu gestalten. Ich glaube, dass es gut ist, dass dieses Buch zum jetzigen Zeitpunkt erscheint, da es scheint, als würden nur noch die Interessen der Staaten und nicht mehr die Rechte der Menschen zählen.
Was hat Ihnen besonders gut am Schreiben gefallen und was war für Sie die größte Herausforderung?
Es ist eine große Herausforderung, einen komplexen Fall, zu dem die Akten oftmals mehrere hundert Seiten umfassen, knapp auf zwei bis drei Seiten vorzustellen und dies in einer Sprache zu tun, die nicht „juristisch“ anmutet, sondern allgemeinverständlich ist. Besonders gefallen hat mir, dass Frau Berner meine Geschichten in Bilder „übersetzt“ hat und auf diese Weise meinen Geschichten eine zusätzliche Dimension gegeben hat. Ich habe in meinen Texten aufgrund ihrer – in gewisser Weise dialogischen – Bilder immer noch etwas Neues entdeckt.
Hier geht´s zur Anmeldung:
https://go.uniwue.de/menschenrechte